Sehr geehrter Freund der Maine Coon Katze!

Die Existenzgrundlage jeder Zucht beruht auf der Möglichkeit, ihre Liebhabertiere an vertrauenswürdige Haushalte zu einem annehmbaren fairen Preis verkaufen zu können. Der Hauptabnehmer für die Jungtiere aus einer Zucht ist der Liebhaber, nicht der Züchterkollege.

In den vergangenen vier Jahren haben wir mit Sorge das explodierende Wachstum der Maine-Coon-Züchter-Szene beobachtet. Fast jeder Käufer trägt sich bereits mit dem Gedanken, irgendwann einmal – lieber heute als morgen – "auch" zu züchten. Viele Köche verderben den Brei. Es kam, wie es kommen musste: Zu viele Züchter produzieren zu viele Jungtiere für zu wenige Liebhaber.

Jeder einzelne Züchter behauptet von sich selbst, nur
* zur ERHALTUNG DER RASSE,
* zur VERBESSERUNG derselben und
* auf GESUNDHEIT
zu züchten. Diese Maximen beweisen sie mit der Produktion von noch mehr Jungtieren und – wegen des Mangels an guten Liebhaberheimen – dem Verkauf an noch mehr Leute, die „auch einmal Züchter sein“ wollen. Auf diese Art werden Katzen von schlechter Qualität von diesen „Möchtegern-Züchtern“ zum alleinigen Zweck der Vermehrung benutzt. Fast jeder neue Züchter, der gerade seinen ersten Wurf bewirbt, hat nicht die geringste Ahnung von der Rasse, Genetik, Standard, den Linien, mit denen er/sie „arbeitet“, Gesundheitsbelangen oder Zuchtorganisation. Sie vermehren nur. Weil es nun schon so Viele von ihnen gibt und Alle ihre Jungtiere buchstäblich los werden wollen, müssen sie billiger sein als die Anderen. Ein Teufelskreis, und der Preis für ein Jungtier geht in den Keller….
Der verantwortungsvolle Züchter, der wirklich für die Erhaltung der Rasse, die Verbesserung und für die Gesundheit der Rasse arbeitet, neue unverwandte Blutlinien einbringt und/oder wiederholte teure Gesundheitsuntersuchungen (HD, HCM, PKD) an allen seinen Katzen durchführen lässt (und sogar noch für die Untersuchungen der verkauften Nachkommen bezahlt), um den grossen Überblick über den Gesundheitsstatus seiner Linien zu bekommen, muss entweder seinen Jungtierpreis an den des „Möchtegern-Züchters“ anpassen oder er bleibt auf seinen Kitten für Monate sitzen. Die Zucht, die Jahre hindurch mit einer sensiblen, ausgewogenen Zahl von Katzen arbeitete, ist plötzlich bedroht, mit übrig gebliebenen Katzen aus vorhergegangenen Würfen überbevölkert zu werden. Die Haltung der übrig gebliebenen Kätzchen, die langsam zu Erwachsenen reifen, verschlingt ein Vermögen und lässt dem Züchter schlussendlich nur mehr einige wenige Möglichkeiten zur Wahl:
1) so billig wie die „Möchtegerns“ zu sein und die teuren, aber wichtigen Gesundheitsuntersuchungen aufzugeben, oder ganze Würfe in die Zucht zu verkaufen, was den verantwortungsbewussten Züchter auf die gleiche Stufe stellt wie den gewissenlosen Vermehrer,
2) eine Zuchtpause einzulegen, bis alle übrig gebliebenen Kitten verkauft oder verschenkt sind,
3) aufzuhören.
Um ehrlich zu sein: keine der drei Möglichkeiten ist befriedigend. # 1 spricht für sich selbst, # 2 belastet den verantwortungsvollen Züchter mit fast untragbaren Kosten, und # 3 entfernt einzig den verantwortungsbewussten Züchter, nicht aber den gedankenlosen Vermehrer.

Athabaske’s Maine Coons hat in den vergangenen Jahren hart daran gearbeitet, Outcrosslinien für andere Züchter zu entwickeln, in dem wir neue, unverwandte Blutlinien (Foundations und Halbfoundations) für eine immense Summe von Übersee importierten. Wir bewiesen unsere Bemühungen um die Gesundheit der Rasse, indem wir die Untersuchungsbefunde unserer Katzen jedem verkauften Jungtier mitgaben, ob Liebhaber- oder Zuchttier.

Nun, mit dem explodierenden Ansteigen von Maine Coon „Züchtern“, werden wir mit grossen Schwierigkeiten konfrontiert. Die Dumpingpreise dieser Züchter machen es fast unmöglich, noch akzeptable und qualitätsbewusste Liebhaber-Heime für unsere Jungtiere zu finden. Den durchschnittlichen Katzenkäufer interessiert es nicht, ob er ein Kätzchen aus sorgfältig ausgesuchten durchgetesteten Linien bekommt, wenn es anderswo einfach um 100 oder mehr Euro billiger ist.

Angesichts dieser Umstände hat Athabaske’s Maine Coons beschlossen, für sich # 3 der oben angeführten Möglichkeiten zu wählen. Wir haben unser Zuchtprogramm eingestellt.

Unser Herz gehört der Maine Coon Katze. Für immer.
Wir werden die Babies schmerzlich vermissen….

Waltraud Novak, Athabaske’s Maine Coons

 


Dear Maine Coon Lover!

The basis of existence of each cattery depends on the ability to have their pet-quality kittens sold to trustworthy households for an acceptable and fair price. The main customer for pedigreed cats is the pet lover, not the breeder.

In the past four years we watched with sorrow the exploding growth of the Maine-Coon-breeder community. Almost every kitten purchaser has in mind to get into breeding somehow sometimes – rather now than later. Too many cooks spoil the broth. It ended as we’ve feared: too much breeders produce too much kittens for too few pet lovers.

Each single breeder claims for his/her cattery the same: only to work for
* the PRESERVATION,
* the BETTERMENT and
* HEALTH
of the breed. Those they prove with producing still more kittens and – due to the lack of enough good pet homes – selling them to even more folks who want to be “a breeder too”.

That way, cats of poor quality are used by “wanna-be-breeders” for the only purpose of multiplying. Almost every new breeder who just announces his very first litter has not the tiniest clue of the breed, of genetics, of the line s/he is “working” with, of health issues or cattery management. They only produce. Since there are now so many of them who want to get rid – literally – of their kittens they have to be cheaper than the others. Thus the price for the single kitten goes downstairs…


The reliable breeder who truly cares for the preservation, the betterment and the health of the breed, introducing very new bloodlines and/or doing repeated expensive health screening (HCM, HD, PKD) on all his cats in the cattery (even paying for the health screening of their sold offspring) to get the great overall-view of the health status of his lines, has either to bring his kitten prices in line with these “wanna-be-breeders” or get stuck with his kittens for months. The cattery, working for years with a sensible number of cats, is threatened to get overcrowded by remaining kittens from previous litters. The care for the remaining kittens who slowly grow to adults costs a fortune and in the end the breeder has only a few possibilities to chose from:


1) being as cheap as the “wanna-bees” and give up on the expensive but important health screening, or selling whole litters to breeders, what means the respectable breeder just cross over to the same level of the unscrupulous multiplier
2) have a break in breeding until all the remaining kittens are sold or given away
3) to resign


To be honest: none of the three is satisfying. # 1 speaks for itself;
# 2 burdens the responsible breeder with almost unbearable costs and # 3 only removes the responsible breeder, but not the irresponsible multiplier.


Athabaske’s cattery was working hard during the previous years towards developing outcross for other breeders, importing cats of new unrelated bloodlines (foundations and part-foundations) from overseas for an immense amount of money. We’ve given proof of our care and our efforts for the health of the breed by providing our test results with every kitten we’ve sold, pet or breeder.


Now, with the explosive increasing numbers of “breeders” we’re faced with enormous difficulties. The dumping prices of these breeders make it almost impossible to find acceptable and quality conscious pet homes for our kittens. The average kitten purchaser has no interest in carefully selected and tested lines when the kitten at the "next" breeder simply is for 100 or more Euro cheaper.


Facing these circumstances Athabaske’s cattery has decided to chose #3 of the above mentioned possibilities for us. We've shut down our breeding program.

Our heart belongs to the Maine Coon cat. Forever.
We will miss the babies terribly….

Sincerely,
Waltraud Novak, Athabaske’s Maine Coons

© by Waltraud Novak
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